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BIOGRAFIE

Martin Wuttke

Martin Wuttke, geboren 1962 in Gelsenkirchen, absolvierte eine Ausbildung am Bochumer Figurentheaterkolleg und studierte an der Westfälischen Schauspielschule Bochum. Ab 1985 war er am Schauspiel Frankfurt engagiert. 1988 spielte Martin Wuttke in Robert Wilsons Inszenierung The Forest von David Byrnes an der Freien Volksbühne. Es folgte ein Engagement ans Thalia Theater in Hamburg und ab 1992 ans Berliner Ensemble. Bis heute spielt er dort die Titelrolle in Brechts Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui, 1995 von Heiner Müller inszeniert. 

Sein Debüt bei den Salzburger Festspielen gab Martin Wuttke 1998 als Georg Danton in Büchners Dantons Tod (Regie: Robert Wilson). Ab 1999 spielte er vor allem an der Volksbühne Berlin, zuletzt als Faust in Frank Castorfs Inszenierung. Seit 2009 gehört er zum Ensemble des Burgtheaters, wo er in den Produktionen Hotel Strindberg und John Gabriel Borkman von Simon Stone zu sehen ist. Unter der Regie von René Pollesch entstanden dort Das purpurne Muttermal (2006), Fantasma (2008), Peking Opel (2010), Die Liebe zum Nochniedagewesenen (2011), Cavalcade or Being a holy motor (2013) und Carol Reed (2017). 2011 gab er die Titelrolle in Tschechows Platonov (Regie: Alvis Hermanis) und 2015 reüssierte er als John Gabriel Borkman in Simon Stones Inszenierung nach Henrik Ibsens gleichnamigem Drama, koproduziert mit den Wiener Festwochen/Theater Basel und von Theater heute 2016 zur „Inszenierung des Jahres“ gewählt. Mit Anna Heesen schrieb er die Komödie Nach der Oper. Würgeengel nach Luis Buñuel und inszenierte die Uraufführung 2012 im Kasino des Burgtheaters.

Zudem wirkte Martin Wuttke in zahlreichen Filmen mit, darunter Die 120 Tage von Bottrop (Regie: Christoph Schlingensief, 1996), Die Unberührbare (Regie: Oskar Roehler, 1999), Die Stille nach dem Schuss (Regie: Volker Schlöndorff, 2000) und Inglorious Basterds (Regie: Quentin Tarantino, 2009). Von 2008 bis 2015 war er der Tatort-Kommissar Andreas Keppler. 2016 drehte er mit dem US-Regisseur Terrence Malick Radegund über den Widerstandskämpfer Franz Jägerstätter. 

1992 erhielt Martin Wuttke den Boy-Gobert-Preis der Körber Stiftung und 1995 den Gertrud-Eysoldt-Ring. Die Kritikerumfrage von Theater heute wählte ihn 1995 und 2003 zum „Schauspieler des Jahres“. Zudem wurde Martin Wuttke mit dem NESTROY-Theaterpreis („Bester Schauspieler“ 2010/2015), dem Deutschen Theaterpreis DER FAUST (2011) sowie dem Stanislawski-Preis (2013) ausgezeichnet. Seit 1996 ist er Mitglied der Akademie der Künste Berlin.

Stand: August 2018

Martin Wuttke, © Reinhard Werner

Martin Wuttke, © Reinhard Werner

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