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BIOGRAFIE

Kent Nagano

Kent Nagano gilt als einer der herausragenden Dirigenten sowohl für das Opern- als auch das Konzertrepertoire. Seit September 2006 ist er Musikdirektor des Orchestre Symphonique de Montréal und seit 2013 künstlerischer Berater und Erster Gastdirigent der Göteborgs Symfoniker. Mit der Spielzeit 2015/16 begann er seine Amtszeit als Generalmusikdirektor der Hamburgischen Staatsoper sowie als Chefdirigent des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg, mit dem er zum Auftakt der Saison 2016/17 erstmalig auf Tournee durch Südamerika ging. Im Rahmen der Feierlichkeiten zur Eröffnung der Elbphilharmonie am 13. Jänner 2017 brachte das Orchester unter Naganos Leitung ein Oratorium von Jörg Widmann zur Uraufführung. Im Februar 2017 feierte er Premiere mit Alban Bergs Lulu in der Hamburgischen Staatsoper.

Ein Höhepunkt seiner Zusammenarbeit mit dem Orchestre Symphonique de Montréal war die Einweihung des neuen Konzertsaals Maison symphonique im September 2011.

Als vielgefragter Gastdirigent arbeitet Kent Nagano weltweit mit den führenden internationalen Orchestern, u. a. mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Münchner Philharmonikern, dem London Symphony Orchestra, dem BBC Symphony Orchestra, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem WDR Sinfonieorchester, dem Concerto Köln, dem Radion sinfoniaorkesteri, dem Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom. Von 2014 bis 2016 gestaltete er im Rahmen der Audi Sommerkonzerte ein eigenes Festival, das Vorsprung-Festival.

Während seiner Zeit als Generalmusikdirektor an der Bayerischen Staatsoper in München von 2006 bis 2013 setzte Kent Nagano deutliche Akzente. Unter seiner musikalischen Leitung wurden die Opern Babylon von Jörg Widmann, Das Gehege von Wolfgang Rihm und Alice in Wonderland von Unsuk Chin erfolgreich uraufgeführt.

Eine wichtige Station in Naganos Laufbahn war seine Zeit als künstlerischer Leiter und Chefdirigent beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin von 2000 bis 2006. Mit dem Orchester erarbeitete er u. a. Schönbergs Moses und Aron in Zusammenarbeit mit der Los Angeles Opera und gastierte er bei den Salzburger Festspielen in Zemlinskys Der König Kandaules sowie Schrekers Die Gezeichneten. Weitere Gastspiele führten Kent Nagano und das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin nach Baden-Baden, wo sie die Opern Parsifal und Lohengrin in der Inszenierung von Nikolaus Lehnhoff interpretierten.

Als Ausdruck der Verbundenheit ernannte das Orchester seinen scheidenden Chefdirigenten 2006 zum Ehrendirigenten. Diese Auszeichnung wurde in der 60-jährigen Geschichte des Orchesters erst zum zweiten Mal vergeben.

Stand: Juni 2017

Kent Nagano, © Felix Broede

Kent Nagano, © Felix Broede

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Kent Nagano