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BIOGRAFIE

Ensemble 013

Das Ensemble 013 wurde 2013 anlässlich der Neuinszenierung des Jedermann der Salzburger Festspiele gegründet. Acht Probenwochen – gleich zu Beginn der Gründung – haben einen Klangkörper voll Spontaneität, Spielwitz, Musizierfreude und Freundschaft weit über die Arbeit hinaus zusammengeschweißt.

Für die durchaus variablen Besetzungen wurden und werden ausschließlich Musikerinnen und Musiker ausgewählt, deren Qualität vor allem in der gleichwertigen Erfahrung und im vertrauten Umgang mit unterschiedlichsten Stilistiken liegt. So kommen die Ensemblemitglieder aus allen möglichen Ecken der (Musik-)Welt: Jazz, Pop, Rock, Klassik und Neue Musik gehören ebenso zum Aufgabengebiet wie rege Studioarbeit – vor allem die Produktion eigener Tonträger; und allesamt tragen sie als Komponisten, Multiinstrumentalisten und Improvisatoren maßgeblich zum österreichischen und internationalen Musikgeschehen bei.

Diese Vielfalt spiegelt sich in der bunten Bandbreite des Ensembles wider. Da klingt es einmal nach Streichquartett, dann wieder nach Brassband, nach kammermusikalischer Saitenmusik oder Bigband – klassisch, jazzig, balkanesk, orchestral. Im ensembleeigenen Programm werden Genres locker und leger auf höchstem Niveau unter Berücksichtigung der besonderen Stärken der Protagonisten musizierend bedient, ohne den unverkennbaren Sound zu verlieren.

Nach Martin Lowe und mathias rüegg arbeitet mit Wolfgang Mitterer bereits der dritte Komponist mit dem Ensemble 013, um eine neue Jedermann-Musik zu kreieren. 

Robert Kainar

Eigenwillige Perkussion gepaart mit sensiblem bis druckvollem Schlagzeugspiel – fallweise unter Einsatz elektronischer Mittel – gelten als Markenzeichen des Schlagzeugers und Perkussionisten Robert Kainar, der seine Musikerlaufbahn mit einem Klassischen Schlagzeugstudium am Salzburger Mozarteum sowie einem Jazzstudium an der Musikhochschule in Graz begann. Der gebürtige Salzburger war Anfang der Achtzigerjahre maßgeblich an der Gründung des Jazzclubs Life Salzburg beteiligt und 1998 Mitbegründer des jährlich stattfindenden Workshops für Jazz und improvisierte Musik in Salzburg (JIMS). Bereits 1983 debütierte er im Jedermann bei den Salzburger Festspielen. Nach anfänglichen Arbeiten mit renommierten klassischen Orchestern wandte er sich zunehmend Projekten im Bereich Jazz und Crossover zu, in denen er seiner persönlichen Note und seinem eigenen Sound mehr Ausdruck verleihen konnte. Daneben komponiert Robert Kainar Bühnenmusik für die freie Theaterszene, ist Initiator für genreübergreifende Festivalprojekte, betreibt ein kleines, aber feines Plattenlabel und begleitet zahlreiche renommierte Künstler des nationalen und internationalen Kulturgeschehens.

Aktuell ist er Schlagzeuger des US-Saxophon-Quartetts The Tiptons sowie von Sharp 5, Kammermusiker in dem barock-jazzigen Ensemble WoodAirQuartet und Bandmitglied im Mulo Francel Quartett, dessen CD mit dem Münchner Rundfunkorchester unlängst bei ACT MUSIC erschienen ist.

Robert Kainar ist Gründer und Initiator des Ensemble 013, das bereits 2013 bis 2017 im Jedermann sowie 2015 in Mackie Messer – eine Salzburger Dreigroschenoper bei den Salzburger Festspielen mitwirkte und exklusive Konzerte mit Eigenkompositionen der Ensemblemitglieder bestreitet.

Alois Eberl

Der Posaunist und Akkordeonist Alois Eberl wurde 1986 in Kitzbühel geboren, wo er im Alter von sechs Jahren mit dem Akkordeon zu musizieren begann. Mit zehn Jahren folgte das Posaunenspiel. Er studierte Jazzposaune an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz mit Klassischem Akkordeon als Schwerpunktfach. Darauf belegte er das Konzertfach Posaune am Mozarteum Salzburg und schloss ein zweites Bachelorstudium sowie ein Masterstudium ab.

Zusammen mit der Cellistin und Pianistin Anna Lang gründete Alois Eberl das WoodAirQuartet sowie die Duoformation Sinfonia De Carnaval, mit der sie 2017 für das vom Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres eingerichtete Musik-Förderprogramm NASOM (New Austrian Sound of Music) 2018/19 ausgewählt wurden. Zudem arbeitete er mit Künstlern wie Christoph Cech, Thomas Gansch, Martin Grubinger, Manu Delago, Ray Anderson, James Morrison, Mark Turner, Wycliffe Gordon, Bob Mintzer, Daniel Hope, Paul Gulda, Michel Camilo, Dave Liebman, Lorenz Raab, Ed Partyka, Mamadou Diabate und Luis Ribeiro.

Er konzertierte auf internationalen Bühnen, u.a. die Elbphilharmonie Hamburg, das Konzerthaus Wien, Porgy & Bess in Wien, b-flat in Berlin, das Österreichische Kulturforum Teheran und London, das Internationale Jazzfestival Saalfelden, die Internationale Jazzwoche Burghausen, die Kathedrale von Reims, Jazzit in Salzburg, die Berliner Philharmonie und die Philharmonie München.

Alois Eberl lebt als Musiker, Komponist und Dozent in Wien.

Joschi Öttl

Johann „Joschi“ Öttl, geboren 1984 in Zell am See, begann seine musikalische Ausbildung am Musikum Salzburg (Trompete) und parallel an der Musikhauptschule Zell am See (Klavier). Schon bald widmete er sich erfolgreich dem klassischen Solospiel (Preisträger beim Bundeswettbewerb prima la musica). Mit 14 bekam Johann Öttl die Möglichkeit eines Vorstudiums (Konzertfach Trompete) bei Prof. Hans Gansch am Mozarteum Salzburg. Ab Herbst 2006 absolvierte er ein Jazz- und Popstudium am Konservatorium Klagenfurt bei Prof. Lee Harper. Im Herbst 2007 wurde er Preisträger der Marianne Mendt Nachwuchsförderung und zum Jazzfestival nach St. Pölten eingeladen.

Seit seinem Studienabschluss im Frühjahr 2011 spielt Johann Öttl in verschiedenen Formationen im In- und Ausland, u.a. in Syrien, Indien, Taiwan, Italien, Spanien, England, Deutschland, den USA und der Türkei. Der Trompeter arbeitete u.a. mit Musikern und Bands wie Joe Zawinul, Richard Bona, Mike Stern, Nils Landgren, Wycliffe Gordon, Gunhild Carling, Adrian Mears, Michael Gibbs, Walter Grassmann, Guido Jeszenszky, Klemens Marktl, Michael Erian, Herb Berger, Alexander Meik, der Lungau Big Band, dem Upper Austrian Jazz Orchestra, der Nouvelle Cuisine Big Band, den Transceivers, Nim Sofyan (Austrian World Music Award 2004), der Brass Band of Battle Creek (u.a. Wycliffe Gordon, Rex Richardson, Jens Lindemann, Steven Mead), SoundINNBrass Austria, Waldeck und S. K. Invitational (J. Hoard, J. Robinson, Lylit, Holunder, Texta). Überdies nahm er an zahlreichen Workshops namhafter Künstler teil, darunter Lew Soloff, Jim Rotondi, Rex Richardson, Jack Walrath, Andy Haderer, Jim Snidero, Don Menza, Vincent Herring, Jimmy Cobb, Mario Gonzi und Ed Partyka.

Aktuelle Projekte, für die er auch komponiert und arrangiert, sind die Bands Scheibsta & die Buben, Sharp 5, The Mingle Tingle Swing Club und Guethouse Five. Seit 2013 wirkt Johann Öttl im Ensemble 013 beim Jedermann der Salzburger Festspiele mit.

Mario Rom

Mario Rom, geboren 1990 in Admont, Steiermark, erhielt ersten Trompetenunterricht bei Bernd Rom und studierte klassische Trompete bei Josef Eidenberger an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz. Er gewann mehrere erste Preise beim Wettbewerb prima la musica, war Gewinner der Marianne Mendt Jazz Competition (2007) und beim Jazztreffen Frauenfeld (2010). 2011 gründete er zusammen mit Lukas Kranzelbinder und Herbert Pirker die Formation Mario Rom’s Interzone – benannt nach dem gleichnamigen Prosakonvolut William S. Burroughs’. Die Band, die in den vergangenen Jahren um die ganze Welt tourte, veröffentlichte zuletzt Everything is Permitted, eine für die europäische Jazzszene einzigartige Online-Video-Serie, die sich am Prinzip einer TV-Serie orientiert, aber aus Musikvideos besteht und ohne Dialoge auskommt. 2017 erscheint ihr drittes Album Truth is Simple to Consume, das im Juni im Rahmen einer Kanadatour, bei der die Band u.a. auf dem renommierten Montreal Jazz Festival auftrat, erstmals vorgestellt wurde. Die Süddeutsche Zeitung schreibt: „Mario Rom spielt Trompete, als hinge sein Leben davon ab“; das Jazzpodium bezeichnet ihn als „absolute Entdeckung“.

Mario Rom spielt außerdem u.a. in den Bands Shake Stew, Memplex, Wire Resistance, Lia Pale sowie Dickbauer Collective und hat bereits mit vielen großen nationalen und internationalen Namen der Jazzszene gearbeitet.

Tobias Ennemoser

Der Tubist Tobias Ennemoser wurde 1991 in Innsbruck geboren. Dort erlernte er schon früh verschiedene Instrumente und entschied sich mit 14 Jahren für die Tuba. Im Alter von 15 Jahren begann er seine Ausbildung am Musikgymnasium Innsbruck und am Tiroler Landeskonservatorium. Ab 2010 studierte er zwei Jahre bei Andreas Hofmeir am Mozarteum Salzburg und ab 2013 in der Abteilung für Jazz und Improvisierte Musik der Anton Bruckner Privatuniversität, u.a. bei Peter Herbert. 2017 schloss Tobias Ennemoser sein Studium mit Auszeichnung ab.

2013 wurde er Mitglied des Ensemble 013, mit dem er bei den Salzburger Festspielen bereits in der Jedermann-Inszenierung von Brian Mertes und Julian Crouch sowie in Mackie Messer – eine Salzburger Dreigroschenoper (Regie: Julian Crouch/Sven-Eric Bechtolf, 2015) mitwirkte. Tobias Ennemoser arbeitete u.a. mit Wolfgang Puschnig, Michael Mantler, Christoph Cechs Jazz Orchestra Project, dem Max Brand Ensemble und dem Jazz Orchester Tirol. Im Dezember 2017 trat er mit dem Vienna Art Orchestra im Porgy & Bess in Wien auf und gewann den BTV Jugend-Jazzpreis in Innsbruck.

Niko Leopold

Niko Leopold, geboren 1985 in Wien, begann seine Ausbildung als klassischer Cellist und studierte bei Tobias Kühne, Kerstin Feltz und Reinhard Latzko an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien sowie an der Kunstuniversität Graz. Sein Talent für Klavier entdeckte er durch den Jazzpianisten Reinhard Micko in Wien. Ab Herbst 2007 studierte er bei Rob van Bavel und Karel Boehlee am Konservatorium in Amsterdam. Er besuchte Meisterklassen bei Heinrich Schiff, Walter Despalj, Anner Bylsma, Gustav Rivinius, György Kurtág (Kammermusik) und Jörg Widmann (Komposition). Weitere wichtige Anregungen erhielt er von Christiane Karajeva, Rudi Wilfer und mathias rüegg. Seine Konzertreisen führten ihn in die USA, durch Europa und nach Asien.

Als österreichisch-amerikanischer Multiinstrumentalist ist er einer der vielseitigsten Musiker seiner Generation und als Cellist, Jazzpianist und Komponist regelmäßig Gast renommierter internationaler Festivals wie der Kronberg Cello Academy, der styriarte Graz, des IMS Prussia Cove, des Musikalischen Sommers in Ostfriesland sowie des Bregenzer Jazz Festivals. Seit 2017 ist Niko Leopold Mitglied des Ensemble 013 in Hugo von Hofmannsthals Jedermann bei den Salzburger Festspielen.

Seine Kompositionen und Arrangements vereinen durchkomponierte, strukturierte und emotionale Aspekte der Klassik mit den rhythmischen und improvisatorischen Elementen des Jazz, wesentlich beeinflusst durch die russische Musiktradition, sowie Folklore aus Spanien, Osteuropa und dem Balkan. 2004 wurde ihm beim Festival Strings Only in Zadar, Kroatien, der Sonderpreis für eine Eigenkomposition zuerkannt, die er in Zagreb sowie im Wiener Konzerthaus mit landesweiter Radioübertragung zur Aufführung brachte. Zu weiteren bedeutenden kompositorischen Erfolgen zählen sein Melodram für Sprechstimme und Orchester (2012), Wahlverwandtschaften für Streichensemble (2013), die Suite für 8 Celli (2016) und der Titeltrack für die Virtual Reality Filmproduktion Ballavita (Amilux Film 2017).

Als Solist und Kammermusiker gewann Niko Leopold zahlreiche Preise, u.a. Internationaler Cellowettbewerb Liezen – 1. Preis; Stulberg International String Competition – Silbermedaille; prima la musica – 1. Preis und Musica Juventutis.

Andreas Stopfner

Andreas Stopfner, geboren 1976, absolvierte ein Studium für das Konzertfach Horn und Instrumentalpädagogik bei Josef Mayr, Hansjörg Angerer und Radovan Vlatkovic an der Universität Mozarteum Salzburg. Des Weiteren nahm er mehrjährigen Unterricht bei Wolfgang Gaag in München. Seine Konzerttätigkeit führte Andreas Stopfner mit zahlreichen Sinfonie- und Kammerorchestern wie der Camerata Salzburg, dem Mozarteumorchester Salzburg, dem Bruckner Orchester Linz und Martin Grubinger zusammen. Seit 2000 unterrichtet er am Musikum Salzburg Horn, ist Dozent von internationalen Bläserkursen sowie Koautor einer zweibändigen Hornschule für Anfänger.

Gernot Haslauer

Gernot Haslauer, 1981 in Salzburg geboren, studierte bis 2007 Kontrabass, Trompete sowie Komposition an der Kunstuniversität Graz und der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz. Neben der Arbeit mit eigenen Formationen wie Hausmusik for Coulin spielt er in Ensembles, darunter die Lungau Big Band, der berg, Present Tension und Juvavum Brass & James Morrison. Zudem ist Gernot Haslauer Mitbegründer des Jazzit Stage Orchestra. In den letzten Jahren wirkte er bühnenmusikalisch in mehreren Theaterproduktionen der Gruppe theater ecce mit.

Magdalena Zenz

Magdalena Zenz studierte Musik/Hauptfach Violine an der Kunstuniversität Graz und arbeitet als freischaffende Geigerin, Komponistin und Multiinstrumentalistin im In- und Ausland. Ihr Spielstil ist geprägt von klassischem Geigenspiel und der Interpretation verschiedenster Musikgenres bis hin zu experimenteller Stimm- und Instrumentalimprovisation.

Ihre Karriere als Geigerin und Sängerin bei der Gruppe Netnakisum führte sie zu renommierten Festivals und auf weltweit bedeutende Konzertpodien: European Music Festival Algier, Opera House Cairo, Konzerthaus Wien, Jazzfestival Saalfelden, Kölner Philharmonie, Porgy & Bess Wien, Austria Pavillon World Expo Shanghai, die Kulturforen von New York City, Washington D.C. und Hongkong u.a.

Zuletzt wurde Magdalena Zenz 2017 für die Produktion Make your heart beat again (Regie: Florian Hackspiel) im Theater Melone in Innsbruck engagiert, für die sie Komposition, Live-Musik und Schauspiel vereinte. 2016 komponierte sie die Live-Musik zur Uraufführung von Das große und das kleine Pfüh (Regie: Markus Kupferblum, Libretto: Christine Rettl) im Dschungel Wien und übernahm Komposition, Improvisation und Schauspiel von Esperanza. Eine Partisanenoper (Regie: Markus Kupferblum, Libretto: Lydia Mischkulnig) des Vereins Totales Theater/Schlüterwerke. Bereits 2010 arbeitete sie als Mitglied von Netnakisum mit Markus Kupferblum (Regie und Autor) in dessen Inszenierung Das Geheimnis der Alpenstube (Totales Theater). 2009 war sie für Calderóns Das Leben ein Traum (Regie: Karin Beier) im Burgtheater engagiert.

Bei den Salzburger Festspielen gehört Magdalena Zenz seit 2013 zum Ensemble 013 im Jedermann; 2015 war sie Orchestermitglied in der Produktion von Bertolt Brechts / Kurt Weills Mackie Messer – eine Salzburger Dreigroschenoper (Regie: Julian Crouch / Sven-Eric Bechtolf).

Sophie Hassfurther

Sophie Hassfurther, geboren in Salzburg, aufgewachsen in Oberalm bei Hallein, studierte zuerst an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Martin Fuss und Klaus Dickbauer sowie zwischenzeitlich am Konservatorium Amsterdam bei Jasper Blom und Ferdinand Povel. Anregungen holte sich die Jazzsaxophonistin und Multiinstrumentalistin überdies mehrfach in New York bei Musikern wie George Garzone oder Ellery Eskelin.

Ihre intensive Konzerttätigkeit führte sie an zahlreiche Bühnen und auf Festivals in den USA und Europa, u.a. Internationales Jazzfestival Saalfelden, North Sea Jazz Festival, BIMHUIS Amsterdam sowie in den Nardis Jazz Club in Istanbul, wo sie mit Künstlern aus Südafrika, Indien, Lateinamerika und den USA auftrat. Glanzpunkte ihrer heimischen und internationalen Konzerte bildet die Zusammenarbeit mit Peter Herbert, Marianne Mendt, mathias rüegg, Gerry Hemingway, Wolter Wierbos, Sean Bergin und Simon Nabatov.

Auf ihrem Debütalbum Orient Express konnte Sophie Hassfurther ein hochkarätiges Quartett, das durch seine virtuose Beweglichkeit musikalische Grenzen verschwimmen lässt, zusammenstellen. Für das Outreach Festival in Schwaz in Tirol übernahm sie einen Kompositionsauftrag, den sie mit ihrem Trio 3rd Movement umsetzte. Innerhalb von Österreichs derzeit besonders aktiver Jazz-Avantgarde gehört Sophie Hassfurther längst zu einer festen Größe.

Jonathan Mauch

Jonathan Mauch, geboren 1983 in Straßburg, gewann im Alter von 13 Jahren als bester junger Oboist den nationalen Wettbewerb von Radio France. Ab 1997 besuchte er das Conservatoire Supérieur (CNR) in Paris und spielte als Orchestermusiker u.a. mit Georges Prêtre, Armin Jordan und John Nelson. Jonathan Mauch gewann mehrere nationale Wettbewerbe sowie den Concours International U.F.A.M. und den Concours International Léopold Bellan. Als 20-Jähriger wurde er zum Solo-Oboisten des Orchestre-Atelier Ostinato an der Opéra Comique in Paris ernannt. Ab 2004 studierte er an der Universität Mozarteum Salzburg in der Klasse von Stefan Schilli. Er erhielt das Yehudi Menuhin Stipendium und wurde für Oboe und Englischhorn vom Mozarteumorchester Salzburg, von der Camerata Salzburg und vom oenm (österreichisches ensemble für neue musik) eingeladen. Zudem spielte Jonathan Mauch als Solist während der Mozartwoche.

Seit 2006 ist er Solo-Oboist an der Oper von Ljubljana und tritt als Solist beim Ljubljana Festival, Maribor Festival und mit der Slowenischen Philharmonie sowie dem Radio Orchester auf. Daneben spielt Jonathan Mauch in verschiedenen Orchestern und Ensembles – auch Jazz (Oboe und Saxophon) – und ist weltweit als Musiker zu Gast.

 Saskia Lane

Saskia Lane lebt in Brooklyn (NYC), studierte dort an der Juilliard School und ist als Kontrabassistin, Komponistin, Sängerin und Lehrerin in diversen Genres tätig.

Als klassische Musikerin mit einer Vorliebe für Jazz tourt sie regelmäßig mit Dan Zanes & Friends, der Klezmerformation The Isle of Klezbos sowie ihrem eigenen, vielgelobten Jazz-Pop-Trio The Lascivious Biddies. Sie ist mit einer Vielzahl von Künstlerinnen und Künstlern wie Beyoncé und Jay-Z, Marc Ribot und dem Kronos Quartet aufgetreten. Überdies spielte Saskia Lane neben John Legend und Sting Aufnahmen mit Harry Belafonte ein.

Mehrere Jahre arbeitete sie mit der britischen Improbable Theatre Company an der Produktion The Devil and Mister Punch, die international tourte. Seit 2010 ist sie Ensemblemitglied und Komponistin von Brian Mertes’ Theatergruppe Chekhov at Lake Lucille im Staat New York. Demnächst wird sie in deren Die Möwe-Verfilmung zu sehen sein. Saskia Lane komponierte Theatermusik, u.a. für José Riveras Massacre, für das Asolo Repertory Theatre (Macbeth) sowie Tschechows Die Möwe und Iwanow (Lake Lucille). Mit ihrer Arbeit nahm sie an Artist Residency-Programmen am New Victory Theater, BRIC, Park Avenue Armory, Watermill Center und am St. Ann’s Warehouse Puppet Lab teil.

2018 erarbeitete sie mit der Librettistin Zoe Palmer die in der Carnegie Hall uraufgeführte Kinderoper OTOYOTOY, die 2019 auf Tour gehen wird. Zudem komponierte sie die Musik für das Musiktheater NOOMA und konzipierte die Show The Sweetest Life, die seit diesem Frühling im Rahmen von LabWorks im New Victory Theater zu erleben ist. Im Herbst 2018 wird Saskia Lane die internationale Tournee mit ihrer Show Birdheart, entstanden mit dem Regisseur und Bühnen- sowie Kostümbildner Julian Crouch, fortsetzen. Neben Gastspielen in Ostasien hatte sie kürzlich die Ehre, in Belgien eine Vorstellung in Anwesenheit des Dalai Lama zu geben.

Daneben ist sie Dozentin am Weill Music Institute im Rahmen des Vermittlungsangebotes der Carnegie Hall und schreibt Lieder mit Menschen, die in Obdachlosenheimen, Krankenhäusern und Justizvollzugsanstalten leben. 2017 übernahm sie die Leitung des Weill-Jugendprogrammes The Future Music Project. In Kooperation mit CarnegieKids entwickelte sie zudem The Itty Biddies, ein Musikprogramm für Kinder in siebter Saison.

Bei den Salzburger Festspielen gehört Saskia Lane bereits im sechsten Jahr zum Jedermann-Ensemble.

Antonia-Alexa Georgiew

Antonia-Alexa Georgiew wurde 1985 in Hamburg geboren und begann das Geigenspiel im Alter von sechs Jahren. Bereits mit acht Jahren nahm sie bei Prof. Zakhar Bron Unterricht, wenig später studierte sie als Jungstudentin in dessen Meisterklasse an der Musikhochschule Lübeck. 1998 setzte sie ihre Studien bei Prof. Dora Schwarzberg an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien fort.

Sie ist Preisträgerin vieler Wettbewerbe, darunter der Europäische Förderpreis, den sie 2000 im Rahmen des Europäischen Kulturpreises Prix de l’Espoir erhielt. Als Stipendiatin wurde sie von Organisationen wie der Deutschen Stiftung Musikleben, der Jürgen Ponto-Stiftung oder dem Herbert von Karajan Centrum Wien gefördert. Seit jungen Jahren spielt Antonia-Alexa Georgiew regelmäßig Konzerte als Solistin; bereits als 14-Jährige debütierte sie mit den Berliner Symphonikern in der Berliner Philharmonie.

Ein fester Bestandteil ihrer Arbeit sind Einspielungen für Radio-, Werbe- und Fernsehproduktionen sowie Dokumentarfilme. Auch von Musikerkollegen wird sie gerne als Studiogeigerin gebucht. Sie spielte Songs für Künstler und Bands wie Wolfgang Ambros, Francis International Airport, Mono & Nikitaman, Drew Sarich und The Beth Edges ein.
Antonia-Alexa Georgiew kennt keine Grenzen zwischen den Disziplinen und Genres und zeichnet sich durch eine große Bandbreite aus: Schon während ihrer klassischen Ausbildung nahm sie an genreübergreifenden Produktionen teil. Das Künstlerduo Muntean/Rosenblum bat sie, gleich an zwei Kurzfilmproduktionen mitzuwirken, die in mehreren international renommierten Museen gezeigt wurden.

Fünf Jahre lang war sie Geigerin der Band Russkaja, spielte rund 200 internationale Konzerte pro Jahr, komponierte bei zwei Alben mit und kooperierte im Zuge der ORF-Show Willkommen Österreich mit Künstlern wie Helge Schneider, Mia oder Udo Jürgens. Live trat sie gemeinsam u.a. mit Owen Pallett, Mono & Nikitaman, Michael Bublé und Blixa Bargeld auf. Seit 2016 spielt sie in der Band Polkagott.

Ihr besonderes Interesse gilt Theaterproduktionen. Seit 2013 wirkt Antonia-Alexa Georgiew bei den Salzburger Festspielen jährlich als erste Geigerin des Ensemble 013 beim Jedermann mit. 2017 erfüllte sich ein weiterer Traum: Sie spielte mit Nestroys Liebesgeschichten und Heiratssachen ihre erste Produktion am Wiener Burgtheater.

2018 ist sie außerdem Gastmusikerin bei der Europa-Tour der Band Wanda.

Stand: Juli 2018

 Ensemble 013, ©  Archiv Robert Kainar

Ensemble 013, © Archiv Robert Kainar

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